Bewerbung - so bewirbst du dich richtig
Eine weitere Möglichkeit, Unternehmen zu finden, die ausbilden, ist, einfach bei den Firmen anzurufen und in der Personalabteilung nachzufragen. Oft hinterlässt eine solche Initiative bei den Personalverantwortlichen einen guten Eindruck und die Bewerbung wird hinterher etwas aufmerksamer gelesen. Besonders auch dann, wenn einem bei diesem Telefonat noch ein oder zwei Fragen zum Job einfallen. Z.B. sollte man Fragen, an wen die Bewerbung adressiert sein soll, also wer der richtige Ansprechpartner ist, oder ob die Firma sich bestimmte Voraussetzungen bei ihrem neuen Auszubildende wünscht. Diese Informationen sind beim Schreiben der Bewerbung später sehr hilfreich.
Bewerbung zusammenstellen
Die Bewerbung selbst möchten so gut wie alle Unternehmen schriftlich haben. Zu einer vollständigen Bewerbung gehören ein Anschreiben, der Lebenslauf mit aktuellem Foto, eine Kopie (!) des letzten Schulzeugnisses und Kopien anderer Zeugnisse oder Nachweise, wie z.B. von Praktika oder Teilnahmebescheinigungen von Computer- und Sprachkursen. Versende keine Originale! Anschreiben und Lebenslauf sollten mit dem Computer oder der Schreibmaschine geschrieben sein, nur sehr selten möchten Unternehmen noch handschriftliche Unterlagen.
Bewerbungsschreiben
Ziel des Bewerbungsschreibens ist, den Personalverantwortlichen auf sich aufmerksam zu machen und sein Interesse zu wecken. Dabei ist es wichtig, nicht zu übertreiben und den "tollen Hecht" zu spielen, sondern sich selbst sachlich in gutem Licht dastehen zu lassen. Nur bei kreativen Berufen kann es ratsam sein, durch eine besonders ausgefallene Form auch die Bewerbung "kreativ" zu gestalten – hier ist dann Individualität gefragt, die aber auch wieder nicht maßlos übertreiben darf.
Das Anschreiben sollte nicht länger als eine DIN A 4 Seite und ohne Rechtschreibfehler (!) sein. Darin schreibst du, wie du auf das Unternehmen aufmerksam geworden bist (z.B. über eine Stellenanzeige), warum es ausgerechnet dieser Beruf ist, den du erlernen möchtest und ob du vielleicht sogar besondere Qualifikationen besitzt, die zeigen, dass du gut auf die Ausbildungsstelle passt (z.B. der Besuch von Kursen etc.). Besonders gefragt sind auch ehrenamtliche Tätigkeiten, denn das zeigt Engagement und Verantwortungsbewusstsein.
Ein perfektes Anschreiben ist nicht allgemein an das Unternehmen adressiert, sondern direkt an den Personalverantwortlichen oder an den Firmeninhaber bzw. Geschäftsführer. Den Namen erfährst du am besten durch einen Anruf beim Unternehmen – die Zentrale oder die Sekretärin helfen da oft gerne weiter.
Lebenslauf
Mit dem Lebenslauf erhält das Unternehmen einen schnellen Überblick über die einzelnen persönlichen Daten eines Bewerbers. Er wird heute nur noch tabellarisch erstellt und nicht als durchgehenden Text, wie etwa ein Aufsatz. Auch ist es nicht mehr üblich, den Lebenslauf handschriftlich abzugeben, außer, das Unternehmen verlangt es ausdrücklich.
In den Lebenslauf gehören die eigene Adresse und ein aktuelles Foto. Das Foto sollte auf keinen Fall aus einem Schnellautomaten stammen oder schlampig wirken. Auch sollte es am besten auf den Lebenslauf aufgeklebt und nicht mit einer Klammer angeheftet werden. Es empfiehlt sich, auf der Rückseite des Fotos seinen Namen zu schreiben, falls sich das Bild doch ablösen und aus den Bewerbungsunterlagen herausfallen sollte.
Weiterhin gehören in den Lebenslauf alle anderen persönliche Daten wie: Name, Geburtstag, Geburtsort, Eltern, schulische Ausbildung und berufliche Tätigkeiten wie z.B. Praktika sowie Hobbys oder ehrenamtliche Tätigkeiten. Alle Ausbildungszeiten und berufliche Tätigkeiten sollten lückenlos aufgeführt werden, auch wenn z.B. ein Jahr Auslandsaufenthalt oder Arbeitslosigkeit darin enthalten sind. Ungereimtheiten im Lebenslauf fallen einem erfahrenen Personalverantwortlichen sofort auf. Am Ende des Lebenslaufs stehen Ort, Datum und die Unterschrift.
